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Einplatencomputer das damals unbekannte Wesen  
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Einplatinencomputer

Auch damals gab es schon Computer, die nicht zum Texten oder Berechnen von irgendwelchen Werten, sondern zum Steuern von Hardware.

Einer der ersten war der KIM 1. Ein "Muss haben" für viele,

Kurz die wesentlichen Daten:

 CPU

6502

Takt 1 MHz
RAM 1KB
ROM 2 kB
I/O 30 mittels 6530
   


kim-prospekt 

Drei Mikroprozessoren waren in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts führend in der Verbreitung auf dem Markt: der 6800 von Motorola, der Z80 von Zilog sowie der 6502 von MOS Technology. Der unangefochten populärste war der 6502, vertreten im KIM 1 sowie im Apple II und in dem Commodore VC20. Ein Wunder? keineswegs, ganz profan der Preis. Im Jahr 1975, das Jahr der Einführung des 6502, kostete er 25 $ während sein Vorbild der 6800 von Motorola 179 $ kostete. Kein Wunder, dass Firmen wie Apple und Commodore und viele andere entsprechend reagierten und ihre Produkte mit dem 6502 bestückten
Kurz zur Geschichte des 6502:


6502-Prozessor

1975 erblickte einer der erfolgreichsten 8-bit Prozessoren das Licht der Welt. Sein Erfolg beruhte zunächst einfach auf seinem Preis, er kostete bei seiner Einführung 25 $. Während sein Vorgänger und Vorbild der 6800 von Motorola mit 179 $ zu Buche schlug.
Vom 6800 kam auch ein Großteil des Entwicklerteams zu MOS Technology Inc. Ihr Ziel, ein einfacheres Design in neuer Technology (NMOS), die Platz auf dem Chip spart und damit Kosten. Ursprünglich war geplant den 6800 auch in der Pinbelegung vollständig zu clonen, um einen 100% Ersatz für den 6800 zu bieten. Das rief natürlich die Firma Motorola auf den Plan, die damit drohte gegen MOS juristisch vorzugehen. MOS änderte daraufhin die Pinbelegung des geplanten 6501, dieser leicht geänderte Prozessor erhielt die Bezeichnung 6502. Damit war der 6502 nicht mehr als Ersatz für 6800 Boards geiegnet, womit Motorola anscheinend zufrieden war und nahm von dem angedrohten Rechtsstreit Abstand.
Jetzt fehlte natürlich ein Board für den 6202, das brachte MOS Technology als KIM 1 heraus.
Andere Hersteller von Home-Computern liesen sich schnell von den Vorzügen des 6502, vor allem den preislichen, überzeugen. Steve Jobs und Steve Wozniak von Apple liesen sich davon überzeugen und brachten den Apple II heraus.Ebenso folgten Atari mit den Modellen 400 und 800. Commodore stellte den PET 2001 vor, ein vollständiges Arbeitssystem mit Tastatur, Monitor, Kassetenrecorder als Massenspeicher. Diesem Sytem folgte dann die ganze Riege der Commodore-Rechner CBM xxxx, VIC 20, Commodore 64 und schließlich die Amiga-Serie.
Inside 6502
Der in NMOS-gefertigte 8-bit Prozessor besteht aus ca. 4.300 Transistoren, der dank NMOS mit einer einzigen 5V Spannungsversorgung auskommt. Adressbus 16 bit (64 KB), Datenbus 8 bit. Die Taktfrequenz beträgt 1 MHz. Das erscheint wenig, in der Verarbeitungsgeschwindigkeit entspricht das einem mit 4 MHz getakten Z-80- Grund: Der 6502 verwendet keinen Mikrocode, der bei Ausführung erst dekodiert werden muss, sondern über ein PLA in dem die Befehle hardwaremäßig dekodiert werden, so dass weniger Taktzyklen pro Befehl benötigt werden. Da nur 151 OP-Codes von 256 Möglichen definert waren, konnten manche Hersteller noch sog. illegale OP-Codes “erfinden”, die dann aber nicht kompatibel waren.
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 Der damalige Chefredakteur Herwig Feichtinger der Zeitschrift "MC" hat es sogar fertiggebracht in das mit 1KB kleine RAM ein funktionnierendes Schachprogramm unterzubringen, natürlich in Maschinensprache.
In den mitgelieferten Unterlagen war als Beispielprogramm ein programmierbarer Tongenerator dargestellt. Ein ideales Beispiel für die zukünftigen Anwendungen dieser kleinen Computer, Ersatz von Hardware durch Software.
Einer der ersten, in Deutschland war der 6504-EMUF, Eine Europakarte mit 6504 als Prozessor sowie RAM- und ROM-Bausteine sowie ein I/O Baustein. Beschrieben wurde der 6504-EMUF in einer der ersten Hefte (2/1981) der Zeitschrift MC. Das Konzept des EMUF war so erfolgreich, dass fast alle Prozessoren mit einem entsprechenden EMUF vertreten waren.
EMUF ? Wofür steht diese Abkürzung? Ursprünglch redaktionsintern in der Zeitschrift MC zur Steuerung eines Kurzwellenempfängers eines"Empfängers mit unzulässigen Frequenzbereichen" wurde daraus dann "Einplatinen-Microcomputer für universelle Festprogramm-Anwendung"
So gab es einen EMUF 08 mit dem 6808 der dem selben Konzept wie der 6504- EMUF folgte. Auch ein EMUF mit eingbauten BASIC-Interpreter (8052) war realisiert. Ein schönes Beispiel für solch einen Computer war das Beispiel "Selbstlernede Heizungssteuerung", die auch in MC veröffentlich wurde.
So entwickelte sich ein ganzer Stammbaum von EMUF's der sich auch als Stammbaum darstellen läßt.
Es gab noch einen EMUF-86, also schon mit 16-bit Power, der auf einer EuropaKarte untergebracht war.
EMUF-86

Des weiteren gab es auch schon EMUF's mit kleinerem Formfaktor wie folgendes Bild zeigt.

IMM

EMUF-Stammbaum


 
 

KIM1
 


Programme für KIM 1

6502-EMUF
6502 EMUF

6502-EMUF Schema
rr-Elektronik EMUF

Basic-EMUF